Mittwoch, 28. August 2013

[Rezension] Jenny Downham - Bevor ich sterbe

Titel: Bevor ich sterbe
Originaltitel: Before I die
Autor/in: Jenny Downham 

Reihe: -
Preis: 8,95 € (TB)
Seitenanzahl: 320 
Seiten
Verlag: Goldmann
Erscheinungsdatum: 09. November 2009
ISBN: 9783442471065
Bewertun
g: 3/5




Der Klappentext. 
Die 16-jährige Tessa hat Leukämie, und die Ärzte machen ihr nur noch wenig Hoffnung. Aber Tessa will leben, wenigstens in der Zeit, die ihr noch bleibt. Sie schreibt an ihre Zimmerwand zehn Dinge, die sie tun will, bevor sie stirbt: Sex haben, Drogen nehmen, für einen Tag berühmt sein, etwas Verbotenes tun...

Und dann trifft sie Adam, und er ist der Erste, der sie versteht. Tessa spürt, dass sie etwas mit Adam verbindet, doch sie wehrt sich dagegen. Und dann begreift sie, dass sie zum ersten Mal verliebt ist. Aber darf man lieben, wenn man stirbt? 



Meine Meinung.
Das Cover, so unschuldig und rein es aussieht, verbirgt eine schreckliche Geschichte: Tessa, die schon mit 12 Jahren die harte Diagnose der Leukämie bekam, muss sich nun mit ihrem eigenen Tod auseinander setzen. 

Vor einem halben Jahr circa habe ich dieses Buch schon einmal versucht zu lesen. Nach ungefähr 50 Seiten musste ich es aber abbrechen, da mir Tessa und auch ihre beste und einzige Freundin Zoey auf die Nerven gingen. 
Beim zweiten Versuch habe ich es dann doch geschafft, das Buch durchzulesen. 

Für ein junges Mädchen, wie Tessa, muss es schwer sein so eine schlimme Diagnose zu bekommen und sich den Rest ihres kurzen Lebens damit auseinandersetzten zu müssen. Ich mag es mir wirklich nicht vorstellen. 
Wir begleiten Tessa auf ihren letzten Monaten, in denen sie sich Punkte vornimmt, die sie vor ihrem Ableben noch erleben möchte, z. B. Sex haben, einen Tag lang zu allem "ja" sagen usw. 
Ich muss ehrlich sagen, dass ich mit der Protagonistin nicht richtig warm wurde. Gerade das erste Drittel des Buches ist sie unausstehlich. Und auch ihre Freundin Zoey ist keinesfalls eine Sympathieträgerin. Sie behandelt Tessa manchmal wie den letzten Dreck und ist ziemlich zickig. 
Die authentischsten Charaktere sind wohl Tessas Dad, der sich so hingebungsvoll um seine Tochter kümmert und im Internet immer wieder recherchiert, womit man Tessa noch retten könnte.
Außerdem Adam, in den sich Tessa schon bald verlieben wird.

Die Grundidee der Geschichte finde ich top, solche ernsten Themen sollten auch in der Jugendliteratur wiederzufinden sein. Allerdings haben mir hier die richtigen Emotionen gefehlt und auch die unsympathischen Charaktere tragen sehr zu der Entscheidung bei, das Buch nur mittelmäßig zu bewerten.
Das Ruder reißt lediglich der Schluss noch mal um, dort habe ich etwas Gänsehaut bekommen. Aber im Angesicht dessen, dass das Thema viel mehr Emotionen zu bieten hätte war es ziemlich mau.  


Fazit: Ich empfehle dieses Buch unbedingt Jugendlichen, die sich mit dem Thema Krebs auseinander setzen möchten. Wer hier allerdings auf sympathische Charaktere hofft, wird eventuell enttäuscht.


Kommentare:

  1. Hey,
    danke für diese Rezension! Ich habe auch grade mit dem Buch angefangen, allerdings kam mir dann "Dieses bescheuerte Herz" von Daniel Meyer und Lars Amend dazwischen, weswegen es grade bei mir im standby modus ist. Ich bin gespannt ob ich das Buch so wie du wahrnehme oder doch ganz anders.
    Hab einen schönen Tag!
    Liebstes, Lena

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    1. Hey Lena,
      gerne! Ich bin auch gespannt, wie dein Urteil über das Buch ausfällt. :)

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